Kirwa-Kira: Lieslweih in Ebermannsdorf | Amberg24

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vor 5 Stunden
Ebermannsdorf weiht die Liesl - ganz heimlich. (Bild: knz)
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Ebermannsdorf weiht die Liesl - ganz heimlich. (Bild: knz)

Kirwa-Kira: Lieslweih in Ebermannsdorf

Überall wird die Kirwa-Liesl etwas anders geweiht. In Ebermannsdorf gibt es einen ganz speziellen Brauch. Doch der ist ganz schön mysteriös. Der Lieslweih-Abend hat aber noch mehr Highlights.

Wenn es dunkel wird am Kirwa-Donnerstag in Ebermannsdorf, dann kann nur eins kommen: Die Lieslweih. Die Liesl, das ist nicht eins der Kirwamoila oder jemandes Oma, sondern sie ist ein Krug. Ein sehr schöner Krug sogar, mit einem handgemalten Wappen darauf und der Beschriftung „Kirwaverein Ebermannsdorf”.

Jeder Ort, jeder Kirwaverein weiht seine Liesl ein bisschen anders. Manche fahren durchs Dorf, andere richten ein Fest im elterlichen Garten aus – und bei manchen geht es damit los, dass Arbeitsdienste für die kommenden Kirwa-Tage ausgelost werden. In Ebermannsdorf zieht das amtierende Oberkirwapaar Julia und Felix dazu Zettelchen aus einem Becher, deren Aufschrift mehr oder weniger für lautstarken Jubel sorgt.

Baumwache und Lose verkaufen

Die 16 Kirwapaare und noch ein paar weitere Helfer und Freunde haben sich am schwülwarmen Donnerstagabend in der Bar des großen Festzeltes versammelt und hören aufmerksam zu, wer Samstagnacht den Baum bewachen, Sonntag Lose verkaufen oder Montag einen Bauchladen tragen darf.

Oft sind nicht alle happy mit dem Ergebnis der Verlosung. „Es gibt eigentlich immer jemanden, der diskutieren muss”, sagt Lea, eins der Kirwamoila. Hilft aber nichts, gelost ist gelost. Weiter geht's.

Kühle Bierdusche

Der nächste Programmpunkt: Bierprobe. Ran müssen alle, die das erste Mal bei der Ebermannsdorfer Kirwa dabei sind. „Die Burschen müssen eine Maß exen, die Moila eine Halbe”, erklärt Noch-OKM Julia. Wer es nicht schafft, bekommt die Reste aus dem Glas über den Kopf gekippt. Tatsächlich trifft es den ein oder anderen, die kühle Bierdusche ist bei den Temperaturen allerdings nicht arg dramatisch.

Unter lautem Anfeuern erklären sich auch zwei der Vorsitzenden bereit, ihr Können am Glas zu beweisen. Währenddessen kämpfen andere im Raucherbereich vor der Bar mit dem reingepumpten Liter Flüssigkeit.

Flunkyball mit Junikäfern

Was folgt, sind eine Pizza-Pause und eine lange Runde Flunkyball, an der auch Dutzende fette Junikäfer teilnehmen, die eine Kastanie am Spielfeldrand zum Summen bringen und immer wieder blind in die Spieler und Zuschauer krachen.

Aber dann ist der Moment endlich gekommen. Die Liesl wird geweiht. Wie genau, das muss leider ein Geheimnis bleiben, sorry. Anschließend dürfen alle mal aus dem bemalten Steinkrug trinken. „Alle trinken immer ganz nah am Henkel, weil sie denken, da trinkt sonst keiner. Aber alle machen es”, erzählt ehemaliges Kirwamoidl Thesi. Und dann geht die Party erst so richtig los.

 
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