Nach den Überschwemmungen in Amberg-Sulzbach wird jetzt in einigen Orten das Trinkwasser gechlort | Amberg24

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06.06.2024
Wasser läuft aus einem Hahn in ein Glas: In einigen Orten im Raum Amberg-Sulzbach wird jetzt das Trinkwasser gechlort. Durch die Überschwemmungen der vergangenen Tage sind Keime in die Wasserversorgung gelangt.  (Symbolbild: Lino Mirgeler/dpa)
Wasser läuft aus einem Hahn in ein Glas: In einigen Orten im Raum Amberg-Sulzbach wird jetzt das Trinkwasser gechlort. Durch die Überschwemmungen der vergangenen Tage sind Keime in die Wasserversorgung gelangt. (Symbolbild: Lino Mirgeler/dpa)
Wasser läuft aus einem Hahn in ein Glas: In einigen Orten im Raum Amberg-Sulzbach wird jetzt das Trinkwasser gechlort. Durch die Überschwemmungen der vergangenen Tage sind Keime in die Wasserversorgung gelangt. (Symbolbild: Lino Mirgeler/dpa)
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Wasser läuft aus einem Hahn in ein Glas: In einigen Orten im Raum Amberg-Sulzbach wird jetzt das Trinkwasser gechlort. Durch die Überschwemmungen der vergangenen Tage sind Keime in die Wasserversorgung gelangt. (Symbolbild: Lino Mirgeler/dpa)

Nach den Überschwemmungen in Amberg-Sulzbach wird jetzt in einigen Orten das Trinkwasser gechlort

In Teilen der Region sind durch die Überschwemmungen der vergangenen Tage Keime ins Trinkwasser gelangt: Vorsicht ist geboten – allerdings nicht in Amberg, wie es derzeit die Runde macht, sondern nur im Stadtteil Atzlricht.

Verunreinigtes Trinkwasser in der Region Amberg-Sulzbach ist eine Folge des Starkregens und der dadurch verursachten Überschwemmungen in den vergangenen Tagen. Betroffen sind die Bereiche der Region, die vom Zweckverband zur Wasserversorgung Hohenkemnather Gruppe mit Wasser versorgt werden. Darauf wurde auf verschiedenen Wegen aufmerksam gemacht, teilweise offensichtlich aber etwas missverständlich: Amberg ist nur in einem sehr kleinen Bereich betroffen, nämlich im Stadtteil Atzlricht. Nur dort bekommen die Bürger ihr Wasser von der Hohenkemnather Gruppe, der Rest des Stadtgebiets wird von den Amberger Stadtwerken versorgt. Hier gibt es keine Probleme mit Keimen, wie deren Pressesprecherin Karoline Gajeck-Scheuck betont. Im Internet machten Meldungen die Runde, ganz Amberg sei betroffen: Das stimmt nicht.

Nur einzelne Orte betroffen

Viele Amberg-Sulzbacher haben Warnungen, die unter anderem über die Nina-Warnapp und auch über die Integrierte Leitstelle (ILS) herausgegeben wurden, offenbar falsch verstanden und auch falsch weitergegeben: Darin heißt es, dass es eine entsprechende Warnung für „Amberg und Amberg-Sulzbach” gebe. Im weiteren Text, den viele offenbar nicht mehr gelesen haben, wird konkretisiert: Betroffen sind Ober- und Unterleinsiedl, Rückertshof, Ullersberg, Haag (Ursensollen), Köfering (Kümmersbruck) sowie Atzlricht (Amberg).

Durch die Überschwemmungen sind in diesen Bereichen Keime (Escherichia Coli/Kolibakterien) in ein Brunnengebiet gelangt, aus dem die Hohenkemnather Gruppe Trinkwasser fördert. Diese Keime können zu Gesundheitsproblemen führen. Deshalb sind die Bewohner der genannten Orte aufgerufen, ihr Wasser abzukochen. Das werde voraussichtlich noch die nächsten zwei, drei Tage erforderlich sein, betont der Zweckverband auf Nachfrage der Redaktion am Donnerstag, als Experten gerade damit begonnen haben, das Wasser zu chloren: Das merken die Bürger am Geruch.

Trotz Chlor gilt: Wasser abkochen

Gechlortes Wasser ist nach den Worten der Experten zwar grundsätzlich trinkbar, doch um Problemen durch die Keime im Wasser vorzubeugen, muss es vor dem Trinken weiter abgekocht werden. Das gechlorte Wasser kann nicht benutzt werden, um Aquarien zu befüllen.

Nun geht es laut Zweckverband darum, das ganze Leitungsnetz und die Hochbehälter mit dem gechlorten Wasser zu spülen und damit zu desinfizieren. Das geschehe so lang, bis an jeder Entnahmestelle Chlor nachgewiesen werden kann. Derzeit rechne man damit, dass das zwei, drei Tage dauern wird. Der Zweckverband empfiehlt auch den betroffenen Haushalten, ihre Wasserleitungen daheim durchzuspülen, indem die Bewohner an mehreren Stellen im Haus das Wasser aufdrehen und eine Weile laufen lassen.

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