Handwerk? Oder lieber Büro? Agentur für Arbeit, Jobcenter und Kolping-Bildungswerk veranstalteten in Amberg ein etwas anderes Speed-Dating. Jugendliche und junge Erwachsene hatten die Chance, mit Arbeitgebern direkt ins Gespräch zu kommen.
Mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Kolping-Bildungswerk haben sich in Amberg drei Institutionen zusammengetan, um die Berufschancen von jungen Leuten zu verbessern. Zeitgleich sollten bei dem Speed-Dating Chefs aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach die Chance erhalten, auf diesem Weg das Personal der Zukunft kennenzulernen. Robert Pirner, der mit Silvia Völkl-Renner die Zentrumsleitung des Kolping-Bildungswerks in Amberg innehat, erklärt in einer Mitteilung an die Medien die Hintergründe: „Wenn die eine oder der andere mit einem Ausbildungsvertrag nach Hause geht, dann sind wir mehr als zufrieden.” Aber nicht nur das Thema Ausbildung habe eine Rolle in den Speed-Datings gespielt: „Die jungen Menschen können sich auch einen Praktikumsplatz sichern, um so im Betrieb zu zeigen, was sie können. Dies ist gerade für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr wichtig, bei denen das Schulzeugnis keine Top-Noten aufweist, die aber im praktischen Anwenden von Wissen sehr gut sind.“
Knapp 80 junge Leute nahmen laut dem Schreiben an dem Speed-Dating im Kolping-Bildungszentrum teil. Alleine oder in kleinen Gruppen suchten sie die Stände der rund ein Dutzend Unternehmen aus der Baubranche, dem Handwerk, der Finanzwirtschaft und dem verarbeitenden Gewerbe auf, um sich vorzustellen und mehr über die Betriebe zu erfahren. Die meisten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen laut Pirner derzeit an den Unterstützungsangeboten des Kolping-Bildungswerks teil und besuchen Berufsintegrations- und Berufsvorbereitungsklassen beziehungsweise berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen.
An den Ständen habe sich gezeigt, dass sich viele Jugendliche bereits zur Vorbereitung gut informierten und sich auf die Chance freuten, in persönlichen Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern zu treten. Hinter manchen lägen bisher bereits viele vergebliche Versuche, eine Ausbildungsstelle zu finden. Entsprechend ist bei den Speed-Datings Rainer Liermann, Teamleiter des Jobcenters, auch als Motivator unterwegs: „Das klappt schon. Heute gehst du mit Ehrgeiz ins Gespräch und mit einem Vertrag nach Hause. Glaub' an dich, du kannst das, also zeig' es auch.“
Das Zusammenspiel der Akteure verfolgte und begleitete auch Jonas Posselt. Er leistet ein Praxissemester beim Kolping-Bildungswerk ab und fand die Veranstaltung sehr gelungen: „Man spürt das Interesse von beiden Seiten, dass auf den Erstkontakt eine Bewerbung für eine Ausbildung oder zumindest ein Praktikum folgen soll. Gerade auch Letzteres ist wichtig, damit die Jugendlichen sich orientieren und das finden, was zu ihnen passt.“