Späte Wende: ERSC Amberg verspielt 4:2-Führung gegen Geretsried | Amberg24

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vor 3 Stunden
Bitteres Ende für den ERSC Amberg. In der Schlussphase gegen Geretsried muss David Kubik im Tor noch zwei Mal hinter sich greifen.  (Bild: Hubert Ziegler)
Bitteres Ende für den ERSC Amberg. In der Schlussphase gegen Geretsried muss David Kubik im Tor noch zwei Mal hinter sich greifen. (Bild: Hubert Ziegler)
Bitteres Ende für den ERSC Amberg. In der Schlussphase gegen Geretsried muss David Kubik im Tor noch zwei Mal hinter sich greifen. (Bild: Hubert Ziegler)
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Bitteres Ende für den ERSC Amberg. In der Schlussphase gegen Geretsried muss David Kubik im Tor noch zwei Mal hinter sich greifen. (Bild: Hubert Ziegler)

Späte Wende: ERSC Amberg verspielt 4:2-Führung gegen Geretsried

Der ERSC Amberg verspielt in der Abstiegsrunde eine 4:2-Führung im Schlussdrittel und unterliegt den River Rats Geretsried noch mit 4:5. Zwei Gegentreffer binnen 19 Sekunden und ein Finish in dreifacher Überzahl besiegeln den Heim-Dämpfer.

Der ERSC Amberg hat in der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Nach zwei Auftaktsiegen unterlagen die Wild Lions am Freitagabend vor heimischem Publikum den River Rats Geretsried trotz einer Zwei-Tore-Führung im Schlussdrittel noch mit 4:5. Die entscheidenden Treffer für die Gäste fielen in der Schlussphase binnen 19 Sekunden.

Vor knapp 700 Zuschauern entwickelte sich über weite Strecken eine abwechslungsreiche Partie, in der Amberg den besseren Start erwischte. Topscorer Brandon Walkom brachte seine Farben im Powerplay in Führung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Dominik Soukup beantwortete Lukas Klughardt wenig später, sodass der ERSC mit einer verdienten 2:1-Führung in die erste Pause ging.

Auch der Mittelabschnitt war temporeich, allerdings mit zunächst wenigen klaren Offensivaktionen. Für Aufsehen sorgte eine Faustkampfeinlage zwischen Benjamin Frank und Oliver Ott, für die beide Akteure vorzeitig zum Duschen geschickt wurden. Der erneute Ausgleich der Gäste fiel unmittelbar nach überstandener Unterzahl der Hausherren, doch Roberts Baranovskis stellte postwendend auf 3:2. Der Lette war an diesem Abend an sämtlichen Treffern der Wild Lions direkt beteiligt. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels erhöhte er selbst auf 4:2 und schien Amberg damit endgültig auf die Siegerstraße zu bringen – „der einzigen guten Szene von uns im letzten Drittel“, wie Löwencoach Christian Zessack später einräumte.

Doch Geretsried steigerte sich über den Kampf zunehmend. In Unterzahl nutzten die Gäste einen folgenschweren Fehlpass der Amberger zum schnellen 4:3-Anschluss. Die Wild Lions wirkten in der Folge verunsichert, leisteten sich mehr Scheibenverluste und kamen kaum noch aus der eigenen Zone. Viele Befreiungsschläge erschwerten zudem geregelte Wechsel. So drehten die River Rats die Partie in der Schlussphase noch zu ihren Gunsten. Selbst in den letzten 100 Sekunden, als Amberg mit dreifacher Überzahl agierte, gelang es nicht mehr, das Blatt zu wenden. Gästetrainer Hans Taucher lobte im Anschluss die „super Moral“ seiner Mannschaft „gegen einen sehr starken Gegner“. Christian Zessack analysierte das Schlussdrittel selbstkritisch: „Wir wurden zusehends nervöser, haben die Flügel hängen lassen, während Geretsried ihr Spiel mit zwei Reihen brutal forciert haben. Aber das ist eben Eishockey und kein Wunschkonzert.”

Tore: ERSC Amberg – ESC Geretsried 4:5 (2:1,1:1,1:3)
1:0 (6.) Walkom (Baranovskis, Schmitt/5-4), 1:1 (12.) Soukup (Egle), 2:1 (15.) Klughardt (Baranovskis, Gimmel), 2:2 (31.) Huber (Egle, Fissekis), 3:2 (35.) Baranovskis (Walkom), 4:2 (42.) Baranovskis (Walkom, Schmitt), 4:3 (43.) Soukup (Strobl/4-5), 4:2 (57.) Bursch (Hochstrasser, Englbrecht), 4:5 (57.) Egle (Schug).

Strafen: Amberg 7 + 20, Geretsried 15 + 20 Minuten.
Zuschauer:699.

 
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