Das Aus der Baller League trifft nicht nur Fans, sondern auch Spieler wie Max Wißmann hart. Der Keeper stand zuletzt für Beton Berlin im Tor – aktuell spielt er bei der SpVgg SV Weiden und hält sich die Kleinfeldliga offen.
Die Baller League ist in Deutschland vorerst Geschichte, dies berichtete das Medienmagazin DWDL vergangene Woche. Die Aktivitäten in Deutschland pausieren aus wirtschaftlichen Gründen vorerst. Spieler, wie der 21-jährige Max Wißmann sind enttäuscht. Der Torhüter kickte zuletzt für Beton Berlin – das Team des Rappers Kontra K. „Ich finde es total schade, dass es die Baller League nicht mehr gibt, weil das schon so ein Gegenpol zur anderen polarisierenden Kleinfeldliga, der Icon League ist. Und auch mit den Abwandlungen von Regeln und der Spielweise schon nochmal eine Abwechslung war”, erklärt der Keeper.
In der vierten Saison der Baller League wäre Wißmann voraussichtlich für 318 United aufgelaufen. „Deshalb ist es für mich besonders schade, dass die Baller League wegfällt, besonders da sie eigentlich sehr spät gecancelt wurde.” Umso schwieriger wird es für den Torhüter nun in einer anderen Liga, beispielsweise Toni Kroos' Icon League oder der in Deutschland unbekannten Kings League einen der begehrten Kaderplätze zu behaupten. „Wenn du schon zwei Torhüter gesigned hast, brauchst du keinen dritten signen. Da ist die Position leider schon etwas rar. Aber es gab auf jeden Fall Gespräche und wird auch noch dementsprechend Gespräche geben”, zeigt er sich optimistisch.
Wenn er nicht gerade am Studieren oder (wie zuletzt) mit der Baller League unterwegs ist, steht der 21-Jährige bei der SpVgg SV Weiden zwischen den Pfosten. Zuletzt als Backup für Weidens Edin Becic (aktuell verletzt). Doch die Karten werden in der Wintervorbereitung neu gemischt. Neben Wißmann kämpfen auch Jannik Schmutzer und Neuzugang Justin Bartl (zuletzt SV Wacker Burghausen und SSV Jahn Regensburg) um einen Stammplatz. Für Wißmann ist der Konkurrenzkampf kein Problem: „Er ist ein super Torhüter und ich will es ihm auf jeden Fall zur Rückrunde schwer machen. Also das ist ja auch das Ziel eines Teams, dass du dich gegenseitig pushst, soweit es geht.”
Nicht nur die Qualität der Keeper überzeuge Wißmann, auch das gesamte Umfeld biete ihm die Möglichkeit, sich zu entwickeln. „Das Training in Weiden schon sehr gut. Über die aktuellen Platzverhältnisse brauchen wir gar nicht reden. Aber ansonsten ist es eine super Qualität”, erzählt er. Die aktuelle Tabellensituation (14.) spiegelt laut Wißmann nicht die Qualität des Teams wider: „Ich meine, wir haben jetzt keine besonders gute Hinrunde gespielt. Ich weiß, was die einzelnen Spieler können und dass wir auf jeden Fall berechtigt sind, in dieser Bayernliga mitzuspielen, weil wir einfach eine brutale Qualität haben, sowohl individuell als auch im Team.”
Für Wißmann ist die SpVgg SV nicht nur sportlich ein geeignetes Umfeld. Der Verein gewährt dem Torhüter Spielraum im Bereich Kleinfeld-Liga und Content Creation. „Ich habe gewisse Freiheiten, die ein anderer Spieler jetzt nicht hat, weil ich da trotzdem noch Content mache. Das ist in der Regel nicht üblich, dass der Verein das erlaubt”, erklärt er. Wann der 21-Jährige wieder in einer Kleinfeldliga durchstarten kann, ist freilich noch unklar. Wenn es nach Wißmann geht, am besten so schnell wie möglich. Bis dahin, ist er bei der SpVgg SV Weiden in guten Händen.