Drei Punkte zum Einstand: Martin Heinisch, der ehemalige Torjäger der Blue Devils Weiden, hat den ERSC Amberg mit zwei Toren und einer Vorlage zum Auftaktsieg in der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga geführt.
Der ERSC Amberg sorgte am Freitagabend für eine faustdicke Überraschung und gewann sein Auftaktspiel in der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga beim favorisierten EHC Waldkraiburg mit 5:2. Neuzugang Martin Heinisch gelangen zwei Treffer und eine Vorlage, dazu lieferte Lions-Goalie David Kubik eine sehr starke Leistung.
ERSC-Coach Christian Zessack konnte erstmals vier komplette Reihen aufbieten und ließ diese auch zum Einsatz kommen. Die Gastgeber hatten zunächst mehr vom Spiel, scheiterten aber immer wieder an David Kubik. „Das war von unserer Seite aus zunächst ein zähes Spiel“, meinte Zessack hinterher. Dreißig Sekunden vor Ende des ersten Drittels brachte dann Martin Heinisch bei seinem Debüt den ERSC in Führung, ließ dabei mit seinem Direktschuss in den Winkel EHC-Torhüter Lode keine Abwehrmöglichkeit.
Im Mittelabschnitt konnte Amberg schnell nachlegen und baute seine Führung durch Roberts Baranovskis auf 2:0 aus. Waldkraiburg, das auf einige wichtige Angreifer verzichten musste, ließ aber nicht locker. Ovaska konnte bald auf 1:2 verkürzen und schließlich traf Sramek sogar in Unterzahl zum Ausgleich. Der ERSC ging aber erneut mit einem Vorsprung in die nächste Pause, weil Heinisch im Powerplay noch zum 3:2 traf.
Zu Beginn des Schlussdrittels musste Amberg zunächst eine doppelte Unterzahl überstehen, ehe der wiedergenesene Matej Giesl mit seinem Premierentreffer die Führung auf 4:2 ausbauen konnte. Das zeigte Wirkung beim Team von Trainer Jürgen Lederer, wenn auch das Bemühen um eine Resultatsverbesserung nicht nachließ. Auf Amberger Seite sicherte Brandon Walkom in den Schlussminuten die drei Punkte mit einem Treffer ins verwaiste Waldkraiburger Tor.
Aufatmen beim Amberger Anhang, Christian Zessack fand aber einige Haken im Spiel seiner Truppe: „Ehrlich gesagt wussten wir nicht, was uns nach der fast zweiwöchigen Pause erwartet. Mit den drei Punkten bin ich zufrieden, mit dem Auftreten der Mannschaft nicht immer. Wir hielten uns zunächst nicht ans Konzept, erst im zweiten Drittel fanden wir besser ins Spiel. Am Ende haben wir einfach die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Ich habe jedenfalls Respekt vor meiner Mannschaft nach der schwierigen Zeit.“
Sein Gegenüber Jürgen Lederer war vom Ergebnis enttäuscht: „Wir hatten teilweise sehr gute Chancen, aber Amberg einen Super-Torwart. Es ist mental nicht leicht für die Mannschaft nach dem Aus in den Pre-Playoffs und mit den vielen Ausfällen“, so der EHC-Trainer.
Tore: 0:1 (20.) Heinisch (M.Klughardt, Giesl), 0:2 (22.) Baranovskis (Schmitt, Walkom), 1:2 (25.) Ovaska (Stanik, Sramek), 2:2 (35.) Sramek (Stanik, Hora/4-5), 2:3 (38.) Heinisch (Schroepfer, M.Klughardt/5-4), 2:4 (44.) Giesl (Baranovskis, Heinisch), 2:5 (59.) Walkom (Baranovskis/4-5/ EN).
Strafen: Waldkraiburg 14, Amberg 16 Minuten
Zuschauer: 504