Am Mittwoch wird es in Nordbayern zu Verkehrsbehinderungen kommen. Grund sind von einer Nato-Übung in Hohenfels heimfahrende litauische Streitkräfte.
Am Mittwoch wird es in Nordbayern wegen mehreren bis zu einem Kilometer langen und relativ langsamen Militärkolonnen der litauischen Streitkräfte zu Verkehrsbehinderungen kommen. Das gaben die Bundeswehr und das Pressebüro der US-Armee in Grafenwöhr am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt. Auf welchen Bundesstraßen und Autobahnen die Fahrzeuge genau unterwegs sein werden, wurde aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
Die litauischen Militärverbände werden demnach mit rund 100 Radfahrzeugen von Bayern über Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein fahren. Sie befinden sich auf dem Rückweg von einer Nato-Übung in Hohenfels (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) in ihre Heimat. Sie starten ab 8 Uhr.
Die Konvois teilen sich laut Mitteilung in mehrere, zeitversetzt fahrende Gruppen auf. Die Fahrtstrecke von rund 850 Kilometern führt überwiegend über Bundesautobahnen und Bundesstraßen.
Wegen des stärkeren militärischen Verkehrsaufkommens auf den Hauptverbindungsstraßen in Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden Verkehrsteilnehmende um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Gleichzeitig sollten möglichst große Abstände zu den Fahrzeuggruppen eingehalten werden. Zudem sollte aus Sicherheitsgründen nicht zwischen die einzelnen Fahrzeuge der langen Marschkolonnen gefahren werden.
Für eine „glaubwürdige Abschreckung und wirksame Verteidigung” seien einsatzbereite Streitkräfte notwendig, heißt es weiter. Und Übungen wie in Hohenfels seien dafür nötig. „Nur so können wir die Verteidigungsfähigkeit unseres Bündnisses sicherstellen”, so die Meldung. Das gelte für die Bundeswehr, aber auch für die Nato-Partner, die über die „Drehscheibe Deutschland” fahren, um im Bundesgebiet mit der Bundeswehr, aber auch mit Partnern in Deutschland und in benachbarten Staaten zu üben. „Insgesamt bedeutet dies für die Landes- und Bündnisverteidigung, dass mehr Militär im öffentlichen Raum und insbesondere auf Straßen und Autobahnen sichtbar ist.”