Schnee und Glatteis: Viele Unfälle in der Oberpfalz | Amberg24

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In der gesamten Oberpfalz registrierte die Polizei zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt 24 Glätteunfälle. (Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa)
In der gesamten Oberpfalz registrierte die Polizei zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt 24 Glätteunfälle. (Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa)
In der gesamten Oberpfalz registrierte die Polizei zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt 24 Glätteunfälle. (Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa)
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In der gesamten Oberpfalz registrierte die Polizei zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt 24 Glätteunfälle. (Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa)

Schnee und Glatteis: Viele Unfälle in der Oberpfalz

Das Sturmtief Elli hat in der Oberpfalz zwischen Donnerstagabend und Freitagmittag zu zahlreichen Glätteunfällen geführt. Zwischenzeitlich musste die A6 zwischen Schmidgaden und Nabburg-West Richtung Pilsen gesperrt werden.

Zwischen Donnerstagabend und Freitagmittag kam es infolge des Sturmtiefs „Elli“ in der Oberpfalz zu zahlreichen Glätteunfällen. In der Zeit ab 22.30 Uhr registrierte die Polizei insgesamt 36 Verkehrsunfälle. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz entstand dabei meist Sachschaden. In zwei Fällen sei aber jeweils eine Person leicht verletzt worden.

Auf der Autobahn A3 kam es nach einem Unfall in Fahrtrichtung Nürnberg vorübergehend zu einer Vollsperre. Zwei beteiligte Autos seien nicht mehr fahrbereit gewesen und hätten abgeschleppt werden müssen. „Der beteiligte weiße Sattelzug entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Dieser dürfte im hinteren linken Bereich beschädigt sein”, schreibt die Polizei. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Notrufnummer 110 oder bei der Verkehrspolizei Regensburg unter Telefon 0941/5062921 zu melden.

Gesperrt werden musste am Morgen auch die A6 zwischen Schmidgaden und Nabburg-West in Richtung Pilsen. Der Grund war ein querstehender Lkw, wie es heißt. Ein Verkehrsunfall mit einer verletzten Person ereignete sich nach Angaben der Polizei aufgrund glatter Fahrbahnverhältnisse gegen 6 Uhr auf der Staatsstraße 2160 bei Moosbach. Drei weitere Personen seien unverletzt geblieben.

Wie das Polizeipräsidium informiert, ereigneten sich 8 der 36 Unfälle im Landkreis Regensburg, 10 im Landkreis Neumarkt, 8 im Landkreis Schwandorf, 5 im Landkreis Neustadt/WN, 2 im Landkreis Amberg-Sulzbach, 2 im Landkreis Tirschenreuth und einer im Stadtgebiet von Weiden. Im Regensburger Ortsteil Kumpfmühl sei ein Pkw in einen Stromverteilerkasten gerutscht, wodurch es über Nacht in mehreren Haushalten zu einem Stromausfall gekommen sei. Der Schwerpunkt mit 14 Unfällen sei auf die Zeit nach 4 Uhr gefallen. Zu größeren oder folgenschweren Unfällen sei es nicht gekommen.

„Erfahrungsgemäß kommt es bei Glätte häufig zu Folgeunfällen. Die Oberpfälzer Polizei legte daher ein besonderes Augenmerk auf eine schnelle Absicherung der Unfallstellen sowie auf zeitnahe Verkehrsmeldungen, um weitere Gefährdungen zu vermeiden”, teilt das Präsidium mit. „Die Polizei Oberpfalz ist weiterhin mit erhöhter Aufmerksamkeit auf den Straßen unterwegs und wünscht allen Verkehrsteilnehmern eine gute und sichere Fahrt.”

Eine Sturmtief-Bilanz zog am Vormittag auch die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord. Die ILS habe in ihren beiden Betriebsstätten Weiden und Amberg die Lage eng begleitet, die Dienststärken angepasst und die Rufbereitschaften auf Alarmbereitschaft gesetzt, wie es in einer Mitteilung heißt. „Im Zeitraum 5 bis 9 Uhr wurden in der Betriebsstätte Weiden insgesamt 62 Ereignisse disponiert, darunter nur wenige Einsätze im Zusammenhang mit der Wetterlage”, schreibt Pressesprecher Jürgen Meyer, Pressesprecher der ILS Oberpfalz-Nord. In der Betriebsstätte Amberg seien im gleichen Zeitraum 64 Ereignisse angefallen.

Meyer verweist im Bereich der Betriebsstätte Weiden beispielhaft auf den bereits genannten Verkehrsunfall bei Moosbach, einen Sturz beim Schneeräumen in Kemnath und einen in den Graben gerutschten Pkw auf der A6 bei Vohenstrauß. Im Bereich der Betriebsstätte Amberg mussten mehrere Feuerwehren ausrücken, um Unfall- und Pannenstellen abzusichern: auf der A93 in Fahrtrichtung Regensburg zwischen Schwarzenfeld und Schwandorf-Nord sowie auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg, einmal bei Waidhaus und einmal auf Höhe Deindorf.

„Nach unserer Einschätzung wurden die Warnmeldungen von der Bevölkerung ernst genommen. Besonders schwere Einsatzlagen oder eine auffällige Häufung von unwetterbedingten Ereignissen blieben aus”, betont Jürgen Meyer und fasst zusammen: „Wir haben die Lage frühzeitig bewertet, personell hochgefahren und dienstfreies Personal in Alarmbereitschaft versetzt. Insgesamt war es – trotz Sturmtief – eine ruhige, ,normale' Frühschicht.”

 
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