Eine von acht Frauen erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Oft wird dies bei der Brustkrebsvorsorge entdeckt. Das kann aber im schlimmsten Fall schon zu spät sein. LEO zeigt dir, wie du deine Brüste einmal im Monat selbst abtasten kannst.
Jedes Jahr wird rund 70.000 Mal Brustkrebs diagnostiziert, so das Zentrum für Krebsregisterdaten. Somit ist das nachweislich die häufigste Krebsart bei Frauen. Im Laufe ihres Lebens erkrankt laut aktuellen Zahlen der Deutschen Krebsgesellschaft rund eine von acht Frauen daran. Deshalb ist es wichtig, Brustkrebs bereits in einer Vorstufe zu entdecken und den jährlichen Vorsorgetermin beim Frauenarzt mit einer monatlichen Selbstkontrolle zu ergänzen.
Das Brustkrebsrisiko steigt nachweislich ab dem 40. Lebensjahr an. Mit 70 Jahren fällt es wieder. Deshalb übernimmt zwischen 50 und 75 Jahren die Krankenkasse alle zwei Jahre eine Vorsorge mittels einer Mammographie. Hier wird das Brustgewebe mit Röntgenstrahlen untersucht. Um auch vorher schon eine Brustkrebserkrankung zu erkennen, werden die Brüste ab dem 30. Lebensjahr einmal jährlich beim Frauenarzt abgetastet. Dennoch wird empfohlen, dass sich Frauen ab 20 einmal im Monat selbst abtasten, um so einen Knoten oder Veränderungen der Brüste frühzeitig zu erkennen.
Beim Selbstcheck ist entscheidend, wann man sich abtastet. Um Veränderungen wahrzunehmen sollte immer der gleiche Zeitpunkt im Zyklus gewählt werden. Dabei ist während der Periode beziehungsweise eine Woche nach Einsetzen der Regelblutung der perfekte Moment. Dann ist das Brustgewebe am lockersten und es gibt keine Wassereinlagerungen und Zysten mehr. Gleichzeitig lassen mögliche Schmerzen, die vor und am Anfang der Periode vorkommen können, nach.
Auch nach den Wechseljahren sollte sich immer zum gleichen Zeitpunkt im Monat abgetastet werden. Bei einer laufenden Hormonersatztherapie sollte mit dem Frauenarzt abgesprochen werden, wann der perfekte Zeitpunkt für einen Selbstcheck ist. Am Ende sollte das Abtasten zu einer monatlichen Routine werden. Je früher du damit beginnst, desto besser kennst du dich und deine Brüste, kannst Veränderungen besser erkennen und entsprechend handeln.
Knoten in der Brust können sich ganz unterschiedlich anfühlen: Von spitzen, kantigen Auffälligkeiten, die sich wie ein Kieselstein anfühlen bis hin zu dumpfen und festen Knoten, wie sie in einem Seil vorkommen. Jeder Knoten ist dabei individuell und kann aber auch gleichermaßen unauffällig sein. Meist sind sie erst ab ein bis zwei Zentimetern Größe tastbar. Wichtig ist aber zudem zu wissen, dass nicht jeder Knoten bösartig ist. Und auch Verhärtungen, die auf beiden Seiten auf der gleichen Stelle auftreten, sind meist harmlos. Sei dir bewusst, dass nicht jede Unebenheit in deinen Brüsten direkt ein Knoten ist, denn das Brustgewebe ist keine glatte Masse. Richtige Knoten sind meist unmittelbar als Fremdkörper ertastbar. Bei Zweifeln solltest du aber immer deinen Frauenarzt mit einbeziehen.
Stell dich für deinen Selbstcheck mit freiem Oberkörper vor einen Spiegel. Achte darauf, dass er gut beleuchtet ist und du deine Ruhe hast. Vor allem bei den ersten eigenen Untersuchungen kann es einige Zeit in Anspruch nehmen.
Folgende Steps musst du beim Brust-Check beachten:
1. Brust im Stehen betrachten
2. Brust in Bewegung betrachten
3. Brust im Stehen abtasten
4. Brust im Liegen abtasten
5. Achselhöhle untersuchen
6. Brustwarze kontrollieren