Vorsicht Wildwechsel: Was tun bei einem Wildunfall? | Amberg24

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18.07.2023
Zwischen Juli und August kommt es vermehrt zu Wildunfällen.  (Bild: agentur_dpa)
Zwischen Juli und August kommt es vermehrt zu Wildunfällen. (Bild: agentur_dpa)
Zwischen Juli und August kommt es vermehrt zu Wildunfällen. (Bild: agentur_dpa)
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Zwischen Juli und August kommt es vermehrt zu Wildunfällen. (Bild: agentur_dpa)

Vorsicht Wildwechsel: Was tun bei einem Wildunfall?

Die Rehe sind in der Brunftzeit, Rehböcke haben Lust auf weibliche Rehe und sind rund um die Uhr aktiv. Laut Polizeiberichten häufen sich die Wildunfälle auch tagsüber. Das müsst ihr bei Wildwechsel beachten.

Autofahrende und Motorradlenkende aufgepasst: Rehe sind in der Brunftzeit, was die Wahrscheinlichkeit für den Wildwechsel auch tagsüber erhöht. Es gibt einige Dinge, die ihr zu eurer Sicherheit beachten könnt. Wie ihr euch verhalten müsst, wenn ein Reh auf der Straße steht und was ihr nach einem Wildunfall tun solltet, haben wir für euch zusammengefasst.

Wildwechsel in der Brunftzeit im Raum Amberg und Sulzbach

Die Wildunfälle in der Region rund um Amberg und Sulzbach nehmen laut Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg vermehrt zu. Auch im Raum Burglengenfeld kommt es zu einer hohen Anzahl an Kollisionen. Die Beamten geben deshalb Tipps, wie ihr euch bei Wildwechsel und Unfällen verhalten sollt.

Tageszeiten mit vermehrten Wildwechsel

Üblicherweise ereignen sich Wildunfälle in der Dämmerung. Also den frühen Morgenstunden und abends. In der Brunftzeit von Juli bis August, sind die Tiere insgesamt aktiver. Aktuell solltet ihr also auch tagsüber auf Rehe achten und ein wenig vom Gas gehen. Wildscheine hingegen sind erst im Herbst und Winter in der Paarungsphase.

So könnt ihr einen Wildwechsel verhindern

  • Warnschilder beachten und in diesem Bereich das Tempo reduzieren
  • Fahrbandränder beobachten und Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbandrand halten
  • Mit mehreren Tieren rechnen
  • Wild quert die Straße nicht, reagiert bei Stress unberechenbar
  • Bei Wild auf der Straße: Nur bremsen, wenn ein geringes Risiko für einen Auffahrunfall besteht
  • Bei Wild auf der Fahrbahn zudem bremsen, hupen und abblenden, um das Reh zum Fliehen zu bewegen
  • Nicht ausweichen: Das Risiko in den Gegenverkehr oder gegen einen Baum zu gelangen, ist zu hoch

Wildunfall: Dos and Don’ts

  • Ruhe bewahren und nicht unnötig die Straße betreten
  • Motor laufen lassen, Warnblink und Licht einschalten, Warnweste anlegen und Unfallstelle absichern
  • Verletzte Personen versorgen, Notruf über 110 absetzen, erste Hilfe leisten
  • Die Polizei verständigt den Jagdpächter für euch
  • Verletzten Tieren nicht annähern, um Stress und Angriffe zu vermeiden
  • Tote Tiere bestenfalls von der Straße ziehen, dringend Handschuhe benutzen
  • Warten am Unfallort auf Polizei und Jäger
  • Verendete Tiere nie vom Unfallort entfernen

Rehe sind besonders in Waldgebieten und Feldrändern aktiv, hier gilt für euch: Besonders aufpassen.

 
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