Das ist Ambergs neuer Oberbürgermeister | Amberg24

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
vor 5 Stunden
Michael Fritz (FW) wird neuer Amberger Oberbürgermeister.  (Bild: Stephan Huber)
Michael Fritz (FW) wird neuer Amberger Oberbürgermeister. (Bild: Stephan Huber)
Michael Fritz (FW) wird neuer Amberger Oberbürgermeister. (Bild: Stephan Huber)
cancel
info
Michael Fritz (FW) wird neuer Amberger Oberbürgermeister. (Bild: Stephan Huber)

Das ist Ambergs neuer Oberbürgermeister

Michael Fritz (Freie Wähler) hat die Stichwahl zum Amberger Oberbürgermeister gewonnen. Amberg24 hat den 43-Jährigen getroffen und mit ihm darüber gesprochen, wer er eigentlich ist.

Für viele war es sehr überraschend, auch für ihn. Michael Fritz, so heißt der künftige Oberbürgermeister von Amberg. In der Stichwahl am Sonntag, 22. März, setze sich der Freie Wähler gegen seinen Konkurrenten Stefan Ott von der CSU durch. Wir haben den künftigen Chef von Amberg getroffen und stellen ihn euch vor.

Michael Fritz ist 43 Jahre alt, hat drei Kinder und arbeitete bisher als Oberkomissar bei der Bereitschaftspolizei in Sulzbach-Rosenberg. Aufgewachsen ist er am Wagrain, seine Kindheit verbrachte er überwiegend in Ammersricht, wo er Fußballer bei der Germania war, die Grundschule Ammersricht besuchte und seine Freizeit auch als Pfadfinder und Ministrant verbrachte. „Wir haben viel im Dorf gespielt und waren so eine richtige Clique“, sagt er über seine Kindheit. Mit dem Abi am MRG wurde es nichts, dafür aber mit der Mittleren Reife und einer Karriere bei der Polizei.

Was er anders machen möchte

Wie er selbst sagt, möchte er mit alten Vorstellungen brechen, wie ein männlicher Politiker zu sein hat. Er ist geschieden und teilt sich mit seiner Ex-Frau das Sorgerecht für einen Sohn und eine Tochter. Eine Woche sind die Kinder bei der Mama, eine beim Papa. „In der einen Woche bin ich für alles zuständig, wie jede andere alleinerziehende Person auch – vom Ins-Bett-Bringen über Hausaufgaben, Essen bis hin zum In-die-Schule- oder Zum-Fußball-Bringen“, sagt er. In München hat er eine Freundin, mit der er ebenfalls ein Kind hat. Er besucht die beiden, so oft es möglich ist.

Das Modell vom Politiker, der eine Frau hinter sich hat, die sich um die Familie kümmert, während er Politiker-Zeug macht, hat für Fritz ausgedient. „Wir tun so, als wäre es ungewöhnlich, wenn sich ein Oberbürgermeister um seine Kinder kümmert”, sagt er. „Es gibt weiter das Bild, dass du als gewählter Politiker nur noch Politiker bist und es nichts mehr anderes gibt. Das ist der falsche Weg, da fühlt sich letztlich auch der Bürger nicht mehr abgeholt.” Die Familie aufgeben oder hinten anstellen, kommt für ihn nicht infrage.

Für seine Kinder

Warum er Politiker geworden ist, erklärt er so: „Ich möchte meinen Kindern das Gefühl der Stadt vermitteln, das ich als Kind von ihr hatte. Amberg war der Mittelpunkt der Welt für mich. Wir sind da ein Stück zu weit weg gekommen. Wir übersehen zu oft, was gut läuft. Im tiefsten Inneren meines Herzens würde es mich freuen, wenn meine Kinder irgendwann mal sagen, hey, Amberg ist eigentlich ganz cool.“

Eishockey, Fitnessstudio und Spielplätze

Fritz ist leidenschaftlicher Eishockey-Fan und geht gerne ins Fitnessstudio. Prio Nummer eins sind aber seine Kinder, deshalb sagt er: „Am häufigsten trifft man mich in Amberg auf irgendwelchen Spielplätzen.” Was die Anliegen junger Menschen in Amberg angeht, will Fritz keine Pauschalaussagen tätigen. „Am besten ist, ihr kommt einfach auf mich zu und wir reden drüber.”

 
north