Der Schaden ist mitten in der Nacht aufgefallen: In Ursulapoppenricht hat es einen Wasserrohrbruch gegeben. Die Trinkwasserversorgung ist unterbrochen. Die Suche nach dem Leck war schwierig, inzwischen aber erfolgreich.
Über eine lokale Whatsapp-Gruppe machte die Info am Donnerstagmorgen schnell die Runde: In Ursulapoppenricht (Hahnbach/Landkreis Amberg-Sulzbach) hat es einen Wasserrohrbruch gegeben. Deshalb wurde das Wasser abgestellt, seither ist der ganze Ort ohne Trinkwasser, wie Hahnbachs Bürgermeister Dominik Sachsenhauser auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien bestätigt.
Ein Problem war zunächst, dass man das Leck im Leitungsnetz nicht lokalisieren konnte, berichtet Sachsenhauser und beschreibt die Schwierigkeit so: „Das Wasser kommt nicht immer da raus, wo das Leck ist.” Aufgefallen sei der Schaden mitten in der Nacht, Anwohner hätten kurz nach 2 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Daraufhin seien diese und auch die zuständigen Mitarbeiter aus dem Bereich der Wasserversorgung ausgerückt.
Zuerst ging es laut Sachsenhauser darum, die Stelle zu finden, an der das Rohr gebrochen war. Dazu musste der Boden an mehreren Stellen aufgegraben werden, zunächst ohne den gewünschten Erfolg. Inzwischen ist das Leck aber gefunden, die zuständigen Mitarbeiter sind jetzt dabei, den Schaden zu beheben. Im Augenblick sieht es so aus, also könnte das im Lauf des Nachmittags gelingen.
Betroffen von dem Wasserrohrbruch ist laut Sachsenhauser ganz Ursulapoppenricht, das sind etwa 400 Einwohner, die aktuell kein Trinkwasser aus der Leitung bekommen. Beim Feuerwehrhaus und beim Sportheim, das als „Kommunikationszentrum” diene, bekämen Landwirte Wasser, vor allem zur Versorgung ihrer Tiere. Richard Lösch, Kommandant der Feuerwehr Ursulapoppenricht, erklärt, wie das funktioniert: Da der Hydrant beim Feuerwehrhaus an einer anderen Zweigstelle des Wasserleitungsnetz hänge als die Ortschaft, führe dieser noch Wasser.
Ein FW-Kamerad habe sich darum gekümmert, dass die Landwirte hier über Güllefässer Wasser „tanken” können, um ihre Tiere zu versorgen. Im Ort gebe es vier Landwirtschaften mit Tierhaltung, eine davon könne sich über einen Brunnen selbst mit Wasser versorgen. In Absprache mit der Feuerwehr soll es laut Lösch auch für andere Bürger in dringenden Fällen möglich sein, hier Wasser zu bekommen.
Die Feuerwehren – in diesem Fall Ursulapoppenricht, Ammersricht und Mimbach – waren laut Lösch zwar die Ersten, die nachts wegen des Anwohner-Notrufs über die Leitstelle alarmiert wurden, „aber unsere Möglichkeiten sind in diesem Fall begrenzt”. Nachdem man die Stelle lokalisiert habe, an der das Wasser an die Oberfläche getreten ist, habe man den Wasserversorger kontaktiert, der sich dann um alles Weitere gekümmert habe.
Das erste Ziel, die tatsächliche Schadstelle schnell zu finden, ist inzwischen erreicht. Nun geht es darum, das Leck zu flicken und die Wasserversorgung baldmöglichst wiederherzustellen, betont Bürgermeister Sachsenhauser im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Die Erfahrung zeige: Wenn das Leck erst einmal gefunden sei, sollte es möglich sein, die Wasserversorgung innerhalb kurzer Zeit wieder in Gang zu setzen, sagt der Bürgermeister.