Aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach kommt eine Forderung zu einer bundesweit umstrittenen Frage der Fortpflanzungsmedizin: Ein Club will das Verbot der Eizellspende in Deutschland aufheben und hat eine Petition beim Bundestag eingereicht.
Eizellspenden sind in Deutschland verboten. Der Soroptimist-International-Club Amberg-Sulzbach will das ändern und hat im Herbst 2025 eine Petition beim Bundestag eingereicht. Die Petition fordert einen gesetzlichen Rahmen für Eizellspenden in Deutschland. Während Samenspenden erlaubt sind, dürfen Ärztinnen und Ärzte einer Frau keine Eizelle von einer anderen Frau übertragen.
In Deutschland, der Schweiz und Norwegen ist die Eizellspende nicht erlaubt. In anderen europäischen Ländern ist sie hingegen legal. Der Vorstoß des Clubs wird auch damit begründet, dass Männer und Frauen bei unerfülltem Kinderwunsch unterschiedlich behandelt würden. Gegner verweisen vor allem auf mögliche gesundheitliche Risiken und warnen vor einer Kommerzialisierung des Körpers. Heidi Heckmann von den Soroptimistinnen verweist dagegen auf eine Regulierung und Versorgungsnetzwerke.
Die Petition aus Amberg-Sulzbach liegt immer noch in Berlin – inzwischen seit fast einem Jahr. Das offizielle Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Nach einer Prüfung kann der Petitionsausschuss eine Beschlussempfehlung vorlegen, doch das bedeutet nicht automatisch eine Gesetzesänderung.