Niederlage gegen Cham, Sieg gegen Erlangen – und jetzt gegen Neudrossenfeld? Im besten Fall soll für die DJK Gebenbach im dritten Heimspiel in Folge der nächste Dreier her. Und der wäre durchaus wichtig.
Die Tabelle in der Fußball-Bayernliga Nord ist derzeit trügerisch. Wer auf Platz sechs steht, sollte doch einigermaßen sicher sein und vielleicht sogar nach oben schauen können – sollte man meinen. Aber stattdessen ist es so, dass zwischen Platz sechs – auf dem derzeit Fortuna Regensburg steht – und dem ersten Relegationsplatz 14 – da findet sich derzeit Kornburg – gerade mal vier Zähler liegen. Heißt: Auch der Tabellen-Sechste könnte im ungünstigsten Fall innerhalb von zwei Wochen plötzlich auf einem Relegationsplatz stehen.
Umso wichtiger war der Heimsieg während der Woche für die DJK Gebenbach, weil eben auch der Rest aus diesem Bereich derzeit fleißig punktet. Insofern würde der DJK ein zweiter Sieg in Folge natürlich schon helfen, auch weil es für den Tabellenzehnten gegen den direkten Tabellennachbarn TSV Neudrossenfeld (11., 27 Punkte) geht. Wobei DJK-Trainer Dominic Rühl aktuell nicht so viel auf den derzeitigen Stand der Liga gibt: „Die Tabelle interessiert mich aktuell gar nicht. Entscheidend ist es erst am 32. Spieltag.“
Im Vergleich zur DJK kommen die Oberfranken ausgeruht, deren letzte Partie liegt bereits eine Woche zurück (2:2 gegen Eintracht Bamberg) – auch Neudrossenfeld wird sich also vielleicht etwas ausrechnen gegen Gebenbach, wo man im dritten Spiel binnen sieben Tagen auch schwere Beine haben wird. Aber man geht es auch durchaus entspannt an, glaubt man Dominic Rühl: „Leistung und Einsatzwille in den ersten Spielen haben gepasst, nur die Ergebnisse haben nicht immer gestimmt. Am Ende sind es nur Nuancen, die wir auf unsere Seite ziehen müssen. Aber die Leistung ist in Ordnung und deshalb können wir schon mit Selbstbewusstsein in das Spiel gegen Neudrossenfeld reingehen.“
Was auffällig war: Gegen Erlangen zeigte die DJK eine ganz andere Spielanlage als noch gegen Cham. Da ging es vor allem darum, gut bei den hohen Bällen zu stehen, gegen Erlangen ging man früh drauf und zeigte auch richtig schöne Angriffe. Noch positiver wäre das Fazit ausgefallen, wenn man das Spiel schneller entschieden hätte – so musste man doch bis zum 2:0 in der Schlussphase immer zittern.
Vielleicht kann man die eigene Leistung an diesem Samstag um 16 Uhr gegen Neudrossenfeld ja früher krönen. Keine Rolle dabei wird Fatih Boynuegrioglu spielen, der nicht mehr zum Kader gehört, erklärt Dominic Rühl: „Er hat beruflich mehr zu tun und kann es nicht mehr stemmen, Teil des Ganzen zu sein.“ Außerdem wird Lias Birle fehlen, der gegen Erlangen ebenso verletzungsbedingt ausgewechselt wurde wie Salah El Berd. Während es bei ihm vielleicht mit einem Einsatz klappen könnte, ist man bei Lias Birle eher pessimistisch.