Krötensee-Schüler gewinnen mit Musikvideo Wettbewerb | Amberg24

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Luana (links) und Lena (rechts) haben mit ihrem Mitschüler*innen den Crossmedia-Wettbewerb gewonnen. (Bild: Stephan Huber)
Luana (links) und Lena (rechts) haben mit ihrem Mitschüler*innen den Crossmedia-Wettbewerb gewonnen. (Bild: Stephan Huber)
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Luana (links) und Lena (rechts) haben mit ihrem Mitschüler*innen den Crossmedia-Wettbewerb gewonnen. (Bild: Stephan Huber)

Krötensee-Schüler gewinnen mit Musikvideo Wettbewerb

Ein paar Wochen Songwriting, Rap-Aufnahmen und Sonnenuntergangs-Drehs – und schon landet eine Klasse der Krötensee-Mittelschule in Sulzbach-Rosenberg mit ihrem eigenen Musikvideo ganz oben auf dem Siegertreppchen des Crossmedia-Wettbewerbs.

Zehn Schüler*innen der Krötensee-Mittelschule in Sulzbach-Rosenberg haben’s geschafft: Mit einem selbst geschriebenen Song und einem eigenen Musikvideo haben sie den Crossmedia-Wettbewerb des bayerischen Kultusministeriums gewonnen. In ihrem Track „That's my own Highway“ erzählen Joseph, Jonas, Leo, Max, Lena, Luana, Lea, Adrian, Maksimilian und Eddin (alle zwischen 13 und 15) von einer Trennung, bei der beide Seiten ihren eigenen Weg gehen.

Warum überhaupt ein Song über Trennung? „Weil gefühlt jedes zweite Lied davon handelt“, erklärt Lena im Interview mit Oberpfalz-Medien. Auch im Video wird das Thema sichtbar: Die Sängerin steht mit der Band in einer alten Burgruine, während die Rapper in einem Turm und auf einem offenen Feld zu sehen sind. Und auch musikalisch sind die Parts voneinander getrennt.

Rock und Rap

Der Song mischt Rap-Strophen mit einem gesungenen Refrain. „Ich höre Rock, viele aus der Klasse mehr Rap“, erzählt Lena. Die Idee kam im Unterricht, als die Klasse „Astronaut“ von Andreas Bourani und Sido gesungen hat – ein Mix aus beiden Genres. „Das gibt es ja öfter“ sagt Luana.

Den Rap-Part übernahmen Schüler, deren Muttersprache Englisch ist. Luana traute sich als Sängerin vor das Mikro: „Es war schon Überwindung, vor anderen zu singen.“ Lena saß am Schlagzeug, das sie auch privat spielt. Und im Video sieht man Mitschüler*innen an Instrumenten, die sie extra für das Projekt gelernt haben – Gitarre, Bass, Synthesizer. Genug Skills, um die Spuren selbst einzuspielen.

Monate voller Arbeit – und Sonnenuntergänge

Von der ersten Idee über Songwriting, Recording, Videodreh bis zur Postproduktion dauerte alles von Mai bis kurz vor die Sommerferien. „Wir haben oft abends gedreht, weil wir den Sonnenuntergang mitnehmen wollten“, erzählen Lena und Luana. Das Team arbeitete fast komplett selbstständig. Lehrer Christoph Luber unterstützte nur, war bei Drehs dabei und schnitt das Video nach den Vorgaben der Klasse. „Das Schneiden selbst zu lernen, hätte zu lange gedauert“, meint Lena.

Der große Aufwand zahlte sich aus: Die Gruppe gewann nicht nur den Crossmedia-Wettbewerb, sondern auch einen Sonderpreis bei den Bayerischen Filmtagen in Straubing. „Wir waren total geschockt, als unser Name aufgerufen wurde!“

16 Projekte im Finale

Der Crossmedia-Wettbewerb ist laut Kultusministerium der größte bayerische Contest für kreativen Einsatz digitaler Medien an Schulen. Seit 30 Jahren gibt’s den Wettbewerb. 16 davon wurden für Originalität, Kreativität und technisches Können ausgezeichnet. Die Gewinner-Schulen bekommen jeweils 500 Euro für ihre Medienausstattung. Lehrer Luber will davon neues Video-Equipment kaufen – „für zukünftige Projekte“, wie die Schüler*innen verraten. Was sie planen? Das bleibt vorerst geheim.

 
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