Handwerker, Soldat oder Arzthelferin: Manche Polizeischüler haben ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen, bevor sie ihre Ausbildung in Sulzbach-Rosenberg begonnen haben.
Der Beruf des Polizisten zieht Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen an. In Sulzbach-Rosenberg treffen sich auch diese Quereinsteiger, um ihre Ausbildung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei zu absolvieren und dabei eine neue Karriere einzuschlagen.
Obwohl sich viele Schüler nach dem Schulabschluss direkt für die Polizei entscheiden, sind die Reihen in Sulzbach-Rosenberg bunt durchmischt: Eine gelernte Arzthelferin, ein ehemaliger Handwerker und ein Ex-Soldat sind nur einige Beispiele. Diese Vielfalt bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Denn je mehr unterschiedliche Erfahrungswerte in einer Gruppe versammelt sind, desto besser – gerade im Polizei-Alltag kann spezielles Wissen Gold wert sein.
Die Ausbildung gliedert sich in fünf Abschnitte von jeweils einem halben Jahr. Das Leben auf dem Campus fördert dazu den Gemeinschaftsgeist unter den Schülern – eine entscheidende Qualität für später im Beruf. Wer vom Büroleben oder Studium kommt, findet hier das perfekte Umfeld zum Lernen und Teilen von Erfahrungen beim abendlichen Karten- oder Brettspiel. Der Zusammenhalt ist stark und bei Einsätzen entscheidend: „Man muss sich schließlich aufeinander verlassen können“, sagt Polizeischüler Tobias Ulherr. Dieser Weg in die Polizeilaufbahn zeigt deutlich, dass es nie zu spät ist für einen beruflichen Neustart – gerade wenn man bereits fundierte Kenntnisse aus einem anderen Bereich mitbringt.