Dem Amberger Schweinchenbrunnen ist das Wasser ausgegangen | Amberg24

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32 Grad Celsius – und die kleinen Amberger Schweinchen haben nichts mehr zu trinken. Der Grund liegt im Erdboden. Die umliegenden Bäume haben die Leitungen beschädigt.  (Bild: Petra Hartl)
32 Grad Celsius – und die kleinen Amberger Schweinchen haben nichts mehr zu trinken. Der Grund liegt im Erdboden. Die umliegenden Bäume haben die Leitungen beschädigt. (Bild: Petra Hartl)
32 Grad Celsius – und die kleinen Amberger Schweinchen haben nichts mehr zu trinken. Der Grund liegt im Erdboden. Die umliegenden Bäume haben die Leitungen beschädigt. (Bild: Petra Hartl)
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32 Grad Celsius – und die kleinen Amberger Schweinchen haben nichts mehr zu trinken. Der Grund liegt im Erdboden. Die umliegenden Bäume haben die Leitungen beschädigt. (Bild: Petra Hartl)

Dem Amberger Schweinchenbrunnen ist das Wasser ausgegangen

Der Amberger Schweinchenbrunnen „brunnt“ nicht mehr. Zwar tollen die vier putzigen, einst von Manfred Raumberger geschaffenen Schweinchen noch munter um den Sautrog herum. Doch der ist trocken. Was ist da los?

Der Schweinchenbrunnen am Amberger Viehmarkt, er darf mit Fug und Recht als eines der Wahrzeichen der Stadt bezeichnet werden. Nicht nur Kinder reiten auf den putzigen Schweinchen, die an die Geschichte des Platzes als Viehmarkt erinnern. Touristen von überallher setzen sich auf eines der Tiere und machen unvergessliche Fotos fürs Familienalbum. Seit 1980 plätschert das Wasser dort in einen viereckigen Trog, seit 2023 hat dieses Wasser sogar Trinkwasserqualität. Oder vielmehr: Das Wasser plätscherte in Trinkwasserqualität in einen Trog.

Denn seit einigen Tagen ist Schluss damit. Der Schweinchenbrunnen ist trocken. Die Begründung dafür ist so einfach wie banal: „Die unterirdische Wasserleitung wurde durch das Wurzelwerk der angrenzenden Bäume beschädigt. Aus diesem Grund musste die Wasserversorgung des Brunnens vorübergehend eingestellt werden“, schreibt die Stadt Amberg in einer Pressemeldung. Nach mehr als 45 Jahren braucht der Amberger Schweinchenbrunnen eine gründliche Sanierung. Zumindest im Untergrund. Wie lange die Reparaturarbeiten dauern, wann das Wasser wieder sprudelt, ist unklar.

Von Manfred Raumberger

Der Schweinchenbrunnen am Viehmarkt stammt vom Amberger Künstler Manfred Raumberger. Raumberger, 1931 in Fürth geboren, studierte unter anderem von 1950 bis 1954 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er war seit 1956 freischaffend tätig, 1965 zog er nach Amberg um, wo er als Künstler arbeitete. Kein Wunder, dass das Stadtbild eine ganze Reihe von Werken von ihm zeigt. Nicht nur der Schweinchenbrunnen ist von Raumberger, auch die kunstvolle Tür des nahen Eh’häusls hat der Amberger Künstler geschaffen. Außerdem die „Vier Elemente“ bei den Stadtwerken, den Bergmann an der Erzbergbrücke oder den Vogelbrunnen in der Grammer-Passage und viele Kunstwerke mehr.

Der Schweinchenbrunnen – einen fast identischen Brunnen schuf Manfred Raumberger für die Stadt Günzburg – entstand 1980 im Zusammenhang mit der kompletten Neugestaltung des sogenannten Sanierungsgebiets A in der Amberger Altstadt am Ende der 1970er Jahre. Was nichts anderes meint als den kompletten Abbruch des Viertels rund um die ehemalige Mälzerei und die Errichtung von Neubauten an Stelle der zum Teil uralten Gebäude, die hier einst standen. Manfred Raumberger starb 2003 in Amberg, bis zu seinem Tod gehörte er der Gruppe Amberger Künstler an, die er auch mitbegründet hatte. 2001 hatte er den Kulturpreis der Stadt Amberg erhalten. Seit 2012 erinnert eine Straße mit seinem Namen im Sebastiansviertel an den Künstler.

 
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