Defekte Flutlichtanlage im Skatepark: Ambergs Skater zeigen Eigeninitiative | Amberg24

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09.02.2024
Der Vandalismus im Skatepark ärgert besonders die Sportler.  (Bild: ama)
Der Vandalismus im Skatepark ärgert besonders die Sportler. (Bild: ama)
Der Vandalismus im Skatepark ärgert besonders die Sportler. (Bild: ama)
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Der Vandalismus im Skatepark ärgert besonders die Sportler. (Bild: ama)

Defekte Flutlichtanlage im Skatepark: Ambergs Skater zeigen Eigeninitiative

Seit September vergangenes Jahres ist die Flutlichtanlage am Amberger Skatepark defekt. Wer die gesicherte Anlage mutwillig zerstört hat, ist unklar. Die Skater und Biker ergreifen deshalb die Initiative und kümmern sich um ihren Park.

Der Frühling steht in den Startlöchern und auch die Skater und Mountainbiker des Amberger Skateparks haben Bock auf ein paar Sessions an ihrem Homespot. „Der Beton ist schnelltrocknend”, erklärt Parksprecher und Mountainbiker Felix von der Ohe: „Da braucht nur einmal die Sonne ein bisschen scheinen und nach einer Stunde ist der Park trocken.” – Klingt gut, wäre da nicht die defekte Fluchtlichtanlage, die das Skaten an kurzen Tagen aktuell unmöglich macht.

Unbekannte haben die Fluchtlichtanlage bereits vergangenes Jahr zerstört. Der Verteilerkasten wurde daraufhin mit einem Zaun und Riffelblech abgesichert, doch auch diese Methode hielt die Vandalen nicht davon ab, es noch einmal zu versuchen: „Wir hatten vielleicht zwei Wochen Licht abends und dann war’s vorbei”, erzählt der Parksprecher und fügt an: „Je mehr man da irgendwie drum macht, desto mehr lädt es ein, es kaputtzumachen.” Der Stromkasten ist von außen beschädigt. Unbekannte brachen das Wellblech auf und zerstörten mit einem längeren Gegenstand noch den Verteilerkasten.

Skater und Mountainbiker tragen Verantwortung mit

Die Skater und Mountainbiker stehen bereits mit der guten Seele der Stadt Amberg im Austausch. Bernhard Frank vom Team Grün der Stadt ist unter anderem für den Park zuständig und hat laut Felix von der Ohe „ein Herz für die Skater“. Da das Budget der Stadt aktuell aber für andere Projekte eingeplant ist, müssen sich die Skater gedulden. Allein die Reparatur des Stromkastens liegt bei knapp 4000 Euro. Ein zusätzliche und effektive Absicherung mit höherem Sicherheitsstandard würde noch einmal mehr kosten. Ganz unbeteiligt wollen die Skater aber nicht bleiben. Sie wollen der Stadt entgegenkommen und sich einbringen. Die Skater informierten auf Instagram über die aktuelle Situation – das Feedback war gut: „Dann haben einige Leute geschrieben, wenn sie finanziell unterstützten können, sollen wir Bescheid geben.“ Künftig soll es eine „gofundme”-Seite geben oder einen PayPal-Link. Aktuell laufen die noch Spenden über den Mountainbike-Verein und Felix verwaltet diese.

Der harte Kern des Parks, bestehend aus knapp 30 Personen, kümmert sich auch sonst gut um die Anlage. Während der Dult-Zeit gibt es Nachtwachen, die andere vom Vorglühen und Feiern im Park abhalten. „Wir hatten es die letzten Jahre so extrem, hier lagen überall Scherben”, erzählt der Parksprecher und ergänzt: „Dann rutscht man aus und landet darin, das ist mega gefährlich.” Besen und Co. liegen aber auch immer bereit, um den Park clean zu halten. Skaten soll Leute zusammenbringen, Spaß machen und beim Abschalten helfen und das in einer gepflegten Umgebung. Deshalb ist im Sommer auch wieder ein großer Contest geplant. Vielleicht geht bis dahin das Licht wieder.

 
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