Wild Lions vor zwei Härtetests: Erst der alte Rivale, dann der Spitzenreiter | Amberg24

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Roberts Baranovskis (links) vom ERSC Amberg jubelt mit Lukas Salinger (rechts). Auch am Wochenende möchte man bei den Wild Lions feiern.  (Bild: Hubert Ziegler)
Roberts Baranovskis (links) vom ERSC Amberg jubelt mit Lukas Salinger (rechts). Auch am Wochenende möchte man bei den Wild Lions feiern. (Bild: Hubert Ziegler)
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Roberts Baranovskis (links) vom ERSC Amberg jubelt mit Lukas Salinger (rechts). Auch am Wochenende möchte man bei den Wild Lions feiern. (Bild: Hubert Ziegler)

Wild Lions vor zwei Härtetests: Erst der alte Rivale, dann der Spitzenreiter

Der ERSC Amberg mischt aktuell ganz vorne mit. Am Wochenende warten auf die offensivstarken Wild Lions allerdings zwei anspruchsvolle Aufgaben: Zunächst gastieren die Buchloe Pirates in Amberg, ehe es zum Tabellenführer EHC Klostersee geht.

Mit einem guten Gefühl dürfte der Blick beim ERSC Amberg derzeit auf die Tabelle der Eishockey-Bayernliga fallen. Nach fünf Spieltagen rangieren die Wild Lions auf dem zweiten Platz und haben sich damit früh in der Spitzengruppe festgesetzt. Mehr als eine Momentaufnahme ist das noch nicht. Am kommenden Doppelspieltag warten schließlich zwei knifflige Aufgaben auf die Mannschaft von Trainer Christian Zessack: Am Freitag (20 Uhr) gastiert Buchloe in der Amberger Eishalle, am Sonntag (17.30 Uhr) geht es zum Spitzenreiter EHC Klostersee.

Vor allem vor heimischem Publikum wussten die Wild Lions bislang zu überzeugen. Acht von neun möglichen Punkten holten die Amberger in eigener Halle, wobei insbesondere die Offensive für reichlich Unterhaltung sorgte. Kein anderes Team der Bayernliga hat bislang häufiger getroffen. Doch auch die Buchloe Pirates wissen, wo das gegnerische Tor steht. Das Team von Trainer Dominic Weis präsentierte sich bislang allerdings wechselhaft. Einer überraschenden 3:4-Pleite bei den zuvor punktlosen Eispiraten Dorfen steht unter anderem ein überzeugender 8:5-Erfolg gegen den amtierenden Meister Königsbrunn gegenüber. Zu den gefährlichsten Akteuren der Pirates zählen Nicolas Strodel, Mateo Cabral und Michal Telesz. Weis muss in Amberg auf zwei Spieler verzichten: Verteidiger Derek Raposo und Angreifer Felix Schurr kassierten beim 1:5 in Landsberg jeweils eine Spieldauerstrafe.

Zessack fordert mehr Disziplin in der Defensive

Auch bei den Ambergern ist die Personalsituation nicht ganz entspannt. Cooper Fensterstock zog sich gegen Landsberg eine Zerrung zu und musste bereits beim jüngsten Auswärtssieg in Burgau passen. Zudem beendete Daniel Schroepfer die Partie bei den Eisbären vorzeitig. Bei ihm stehen die Chancen auf einen Einsatz allerdings besser. Unabhängig von der personellen Situation sieht Zessack vor allem im Defensivverhalten noch Verbesserungsbedarf. Beim 4:1-Erfolg in Burgau ließen die Wild Lions dem Gegner zu viele Möglichkeiten und hatten es nicht zuletzt ihrem Torhüter David Kubik zu verdanken, dass am Ende drei Punkte auf der Habenseite standen. Künftig fordert der Trainer deshalb mehr Disziplin und Konsequenz in der eigenen Zone. Offensiv läuft es dagegen nahezu nach Wunsch. Mit Brendan Walkom (13 Scorerpunkte), Jakub Bitomsky (12) sowie Denis Gulda und Jaro Hafenrichter (je 10) haben bereits vier Amberger die Marke von zehn Punkten geknackt. Diese Angriffsstärke dürfte auch am Sonntag gefragt sein, wenn die Wild Lions beim aktuellen Tabellenführer EHC Klostersee antreten.

In Grafing wartet die beste Defensive der Liga

Das Team von Trainer Thomas Vogl liegt einen Zähler vor dem ERSC und stellt bislang die beste Abwehr der Bayernliga. Großen Anteil daran hat Torhüter Lucas Steinhauer, der einen Gegentorschnitt von lediglich 2,25 aufweist. Auch offensiv ist der Spitzenreiter bestens aufgestellt. Allen voran Alexandre Gagnon sorgt für Gefahr. Der Kanadier führt mit 16 Scorerpunkten die ligaweite Wertung an. Daneben punktet auch US-Amerikaner Tyler Braccini zuverlässig. Mit Jan Tlacil und Liam Hätinen, die beide aus Pfaffenhofen kamen, hat sich der EHC zudem prominent verstärkt.
Ein Blick auf die jüngsten Gastspiele in Grafing dürfte den Ambergern allerdings wenig Mut machen. In Oberbayern gab es für die Löwen in den vergangenen Jahren kaum etwas zu holen. Am Sonntag soll diese Negativserie endlich ein Ende finden.

 
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