Eine Amokdrohung an Schulen in Hahnbach und Vilseck löst Ermittlungen aus. Das Polizeipräsidium nimmt den Fall ernst, während Medien einen Tiktok-Trend vermuten. Die rechtlichen Folgen für die Täter könnten erheblich sein.
Schulfrei wegen Amokdrohung? Kann man versuchen, sollte man aber wirklich nicht. Unbekannte haben am Dienstag an den Grund- und Mittelschulen in Hahnbach und Vilseck in den Toilettenkabinen einen „bedrohlichen Schriftzug hinterlassen”, wie es das Polizeipräsidium nennt. Genauer gesagt wurde ein Strichmännchen gezeichnet, das ein Messer in der Hand hält, daneben der Schriftzug „Ich geh Amok am 4.2.26”.
„Jede solche Äußerung wird natürlich ernstgenommen und geprüft”, so das Polizeipräsidium auf Anfrage. Das bedeutet: Ermittlungen. Gegen die Personen, die die Drohung an die Klowand gemalt haben. Was genau das Ergebnis der Ermittlungen sein wird, kann das Polizeipräsidium nicht sagen. „Da müssen wir den Einzelfall prüfen.” Auf jeden Fall werde ein „Apparat ins Laufen” gebracht.
Aber warum jetzt diese Drohung? Medien vermuten schon seit Jahren einen Tiktok-Trend, bei dem Leute ähnliche „Ankündigungen” in Schulen hinterlassen. Zuletzt wurden in der Schweiz mehrfach Amok-Drohungen gefunden, die man auf Tiktok zurückführte. Auf der Plattform selbst findet man dazu tatsächlich aber keine Videos, weder welche, die dazu auffordern, noch Nachahmer.
Einfach ein Prank? „Man sollte sich damit keine Scherze erlauben”, findet die Polizei. Nicht nur kann eine Amok-Drohung die Mitschüler*innen schlimm erwischen, auch können rechtliche Konsequenzen drohen – entweder für die Schreiber*innen oder für deren Eltern. Von den Einsatzkosten, die die Eltern womöglich zahlen müssen, mal ganz zu schweigen. Die Schule fällt übrigens laut Polizei deswegen auch nicht aus. Es hatte also keiner etwas von diesem Prank.