Mehr als ein Surfbrett in der Stadt: Was die OB-Kandidaten der Jugend versprechen | Amberg24

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vor 3 Stunden
Ein neues Spielgerät in der Amberger Regierungsstraße sorgt für Lacher bei der Podiumsdiskussion – das ist ein Teil der Innenstadt-Million. (Bild: Theresa Bruischütz)
Ein neues Spielgerät in der Amberger Regierungsstraße sorgt für Lacher bei der Podiumsdiskussion – das ist ein Teil der Innenstadt-Million. (Bild: Theresa Bruischütz)
Ein neues Spielgerät in der Amberger Regierungsstraße sorgt für Lacher bei der Podiumsdiskussion – das ist ein Teil der Innenstadt-Million. (Bild: Theresa Bruischütz)
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Ein neues Spielgerät in der Amberger Regierungsstraße sorgt für Lacher bei der Podiumsdiskussion – das ist ein Teil der Innenstadt-Million. (Bild: Theresa Bruischütz)

Mehr als ein Surfbrett in der Stadt: Was die OB-Kandidaten der Jugend versprechen

Immer dieselben politischen Themen? Langweilig! Auf dem Podium in Amberg zeigen sechs OB-Kandidaten am Donnerstag, wie sie auf die Anliegen der Jugend reagieren – vom ÖPNV bis zu einem skurrilem Sportgerät in der Altstadt.

„Was hat es mit dieser komischen Installation in der Regierungsstraße an der Ecke zur Georgenstraße auf sich?“, fragt Kira Lorenz sechs der Amberger Oberbürgermeister-Kandidaten. Diese und weitere Fragen stammen von Jugendlichen, die diese bei Amberg24 auf Instagram gestellt haben. Mit deren Anliegen mussten sich nun fünf Männer und eine Frau auseinandersetzen. Oberpfalz-Medien hat diese am Donnerstag zu einer Podiumsdiskussion ins Ringtheater eingeladen – unter anderem um „Junge Themen” zu besprechen.

Vor ausverkauftem Haus stellten sich sechs der sieben Kandidaten den Fragen der Moderatoren: Stefan Ott (CSU), Michael Fritz (Freie Wähler), Birgit Fruth (SPD), Hans-Jürgen Bumes (Die Liste/Die Grünen), Franz Badura (ÖDP) und Tuncer Ayten (Amberger Bunt). Tobias Winter (Die Linke) hatte seine Teilnahme kurzfristig aus privaten Gründen abgesagt.

Das können Jugendliche erwarten

Hans-Jürgen Bumes setzt auf neue Treffpunkte für Jugendliche. Als möglichen Ort nennt er die Leopoldkaserne, etwa als Proberäume für Bands. Tuncer Ayten will den Spieß umdrehen: Er möchte die Jugendlichen fragen, was sie brauchen, und danach handeln. CSU-Kandidat Ott entgegnet, dass seine Partei die Jugend bereits im vergangenen Jahr befragt habe. Aus dieser Umfrage seien Ideen hervorgegangen, die nun umgesetzt werden sollen. Er betont zudem die Bedeutung der Jugendarbeit in den Vereinen, die von der Stadt gefördert werde.

Mitten in Amberg soll, wenn es nach Fruth geht, ein Stadt-Strand entstehen. Einen Bade-Zugang von der Kräuterwiese in die Vils sieht die 55-Jährige als Chance für mehr „Leben am Fluss“. Franz Badura hebt das Projekt „Sei am Drücker“ hervor. Dabei werde vielen Jugendlichen bewusst, dass sich nicht jeder Wunsch kurzfristig umsetzen lasse. Michael Fritz lenkt den Blick auf die Kinder: Viele Spielplätze befänden sich in schlechtem Zustand. Vorrang habe für ihn, bestehende Angebote zu pflegen und zu erhalten. Zugleich betont auch er, wie wichtig es sei, der Jugend zuzuhören.

Was soll sich im öffentlichen Nahverkehr ändern?

Grundsätzlich sind sich die Oberbürgermeisterkandidaten bei diesem Thema einig. Busse sollen nur dann fahren, wenn sie tatsächlich gebraucht werden, um Leerfahrten zu vermeiden. Digitalisierung und moderne Technik sollen dabei helfen. Allen ist jedoch bewusst, dass die Umsetzung dessen eine große Herausforderung darstellt. Etwas kritischer sieht das Michael Fritz: Er fordert, neben Jugendlichen auch ältere Menschen im Blick zu behalten, die mit digitalen Angeboten überfordert sein könnten. Darauf müsse die Stadt Rücksicht nehmen. Zugleich betont Fritz, dass Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr notwendig sind.

Ein Surfbrett für die Innenstadt

Ein rätselhaftes Spielgerät sorgte im vergangenen Jahr in der Regierungsstraße an der Ecke zur Georgenstraße für Verwunderung – auch bei vielen Jugendlichen. „Das ist ein Ausfluss der Innenstadt-Million“, erklärt CSU-Kandidat Stefan Ott. Wirklich zufrieden sei damit jedoch niemand. Franz Badura, Birgit Fruth und Michael Fritz plädieren dafür, zunächst abzuwarten, wie das Spielgerät angenommen wird, und erst danach über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Deutlich kritischer äußern sich Hans-Jürgen Bumes und Tuncer Ayten. „Ich finde es ehrlich gesagt nicht so lustig“, sagt der Kandidat von Amberger Bunt und stellt vor allem den Einsatz der Gelder infrage. Auch Bumes zweifelt an der Sinnhaftigkeit einzelner Projekte im Rahmen der Innenstadt-Million. Seiner Ansicht nach hätte es für das Spielgerät bessere Standorte gegeben.

 
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