Fridays for Future Amberg ruft zum Klimastreik auf | Amberg24

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
vor 2 Stunden
Fridays for Future Amberg ruft zum Klimastreik auf. (Archivbild: Wolfgang Steinbacher)
Fridays for Future Amberg ruft zum Klimastreik auf. (Archivbild: Wolfgang Steinbacher)
Fridays for Future Amberg ruft zum Klimastreik auf. (Archivbild: Wolfgang Steinbacher)
cancel
info
Fridays for Future Amberg ruft zum Klimastreik auf. (Archivbild: Wolfgang Steinbacher)

Fridays for Future Amberg ruft zum Klimastreik auf

Die Ortsgruppe Fridays for Future Amberg plant eine Demonstration für eine konsequente Energiewende. Der Protest richtet sich gegen Investitionen in fossile Infrastruktur.

Die Ortsgruppe Fridays for Future Amberg ruft am Freitag zur Demonstration für eine konsequente Energiewende auf. Anlass sind drohende Milliardeninvestitionen in fossile Infrastruktur, die von der Gruppe kritisiert werden. Der Protest findet im Rahmen des deutschlandweiten Klimastreiks am 24. April statt. Treffpunkt ist laut einer Pressemitteilung um 16 Uhr am Maltesergarten in Amberg, von wo aus ein Demozug zum Marktplatz geplant ist. Begleitet wird die Veranstaltung von Beiträgen zur Zukunft mit erneuerbaren Energien.

Kritik an fossilen Investitionen

Fridays for Future Amberg kritisiert den Bau neuer Gaskraftwerke, der laut der Gruppe 6,6 Milliarden Euro kosten soll. Diese Investitionen würden zu weiteren Folgekosten durch Import und Abhängigkeiten führen. Erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik bieten laut der Organisation eine kostengünstige und krisenfeste Alternative. Die Kosten für Photovoltaik und Windkraft liegen mit 5 bis 11 Cent pro Kilowattstunde deutlich niedriger als die von Gaskraftwerken mit 20 Cent pro Kilowattstunde. Durch die steigende CO2-Bepreisung könnten diese Kosten noch weiter steigen.

Professor Dr. Quaschning weist darauf hin, dass der Zubau und Anschluss neuer Kraftwerke aufgrund der Planungs-, Bau- und Genehmigungszeiten bis 2030 dauern könnte. Da sich Deutschland verpflichtet hat, bis 2045 klimaneutral zu sein, blieben den Kraftwerken nur noch 15 Jahre, was deutlich vor Ende ihrer technischen Lebensdauer liegt. Ein Ausbau der Wind- und Photovoltaikinfrastruktur könnte hingegen im lokalen Handwerk Arbeitsplätze schaffen.

Alternative Energien fördern

Fridays for Future Amberg sieht in flexibilisierten Biogasanlagen eine Alternative für die Residuallast und Langzeitspeicherung von Energie. Diese könnten anstelle von Gaskraftwerken gefördert werden. Zudem entstehen durch den Einbau einer Gasheizung 18.000 Euro mehr Heizkosten pro Jahr als bei einer Wärmepumpe. Bei fortgesetzter Nutzung fossiler Energien könnten Klimafolgeschäden in Höhe von 900 Milliarden Euro bis 2050 entstehen.

Der Ausbau erneuerbarer Energien erfordere zwar hohe Anfangsinvestitionen, jedoch wären die langfristigen Kosten laut Fridays for Future Amberg geringer als die einer Zukunft mit fossilen Energien und den damit verbundenen Klimafolgeschäden. Deshalb streikt die Gruppe am Samstag gemeinsam mit vielen anderen Organisationen aus ganz Deutschland für eine erneuerbare und konsequente Energiewende.

 
north