Böhmermanns Allrounderin: Caro Worbs präsentiert neue Show | Amberg24

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Autorin und Darstellerin Caro Worbs im „ZDF Magazin vor Ort“. (Bild: Lennart Speer/ZDF/dpa)
Autorin und Darstellerin Caro Worbs im „ZDF Magazin vor Ort“. (Bild: Lennart Speer/ZDF/dpa)
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Autorin und Darstellerin Caro Worbs im „ZDF Magazin vor Ort“. (Bild: Lennart Speer/ZDF/dpa)

Böhmermanns Allrounderin: Caro Worbs präsentiert neue Show

Die Autorin liebt es, wenn Realität und Fiktion verschwimmen. Nun startet sie zusammen mit ihrem Kollegen Chris Sommer eine neue Sendung innerhalb des Böhmermann-Kosmos. Ein Vorbild: Susanne Daubner.

Wer Jan Böhmermanns „ZDF Magazin Royale“ schaut, kennt Caro Worbs längst - für alle anderen ist jetzt der Moment, sie kennenzulernen: Die Autorin und Podcasterin („too many tabs“) moderiert am Freitagabend (10. April, 20.00 Uhr online, 23.00 Uhr im TV) erstmals eine neue, von ihr maßgeblich mitgestaltete Sendung. Sie heißt „ZDF Magazin vor Ort“ und ist, wie der Name schon zeigt, ein Ableger aus dem Böhmermann-Show-Kosmos.

„Ich bin Jan sehr dankbar dafür, dass er uns die Chance gibt und uns seinen Sendeplatz am Freitagabend anvertraut“, sagt Worbs der Deutschen Presse-Agentur. „Wahrscheinlich ist er einfach froh darüber, nicht selbst rauszumüssen.“ 

Geplant ist nämlich ein Format, das Zuschauer hinaus in die Welt führt - eine „Hommage an das klassische Live-Fernsehen in seiner ganzen Pracht“, wie es heißt. Worbs präsentiert es im Wechsel mit Chris Sommer. Beide entstammen dem „ZDF Magazin Royale“-Ensemble. Geplant sind vier Folgen.

Eine Hommage an das Unvorhersehbare

Was genau in der ersten Ausgabe passieren wird, für die Worbs zuständig ist, dazu lässt sich der 32-Jährigen kaum etwas entlocken. „Live-Fernsehen ist unberechenbar, deshalb kann jederzeit alles passieren“, sagt sie nebulös und klingt dabei fast schon wie ihr Chef Böhmermann, der - sobald er sich etwas Neues ausgedacht hat - eine noch überschwänglichere Lust am Verwirrspiel pflegt. 

Das ZDF immerhin verrät, dass sich die erste Folge um die Vulkaneifel drehen soll. „Seismische Aktivitäten stellen die sonst so friedlich quirlige Region auf den Kopf“, heißt es in der Ankündigung. Das Team um Caro Worbs wolle „Klarheit in die diffuse Lage“ bringen. Das klingt nach: Achtung, Satire. Worbs selbst sagt: „Ich persönlich brenne sehr für den Lokaljournalismus und ländliche Regionen.“

Dass die 32-Jährige viel Handwerk von Böhmermann gelernt hat, ist anzunehmen. Seit 2018 ist sie Autorin bei seiner Sendung und nahm immer mehr Rollen auch vor der Kamera ein - etwa als Polit-Talkerin „Maischbritt di Leronzo“, als Julia-Klöckner-Parodie „Carola Knöckler“ und als Heilpraktikerin „Gabriele Wrobczyk-Engelbrecht“. Ihr zweites Standbein ist der unterhaltsame Podcast „too many tabs“, in dem sie und ihr Kollege Miguel Robitzky mitunter sehr abseitige Themen durchrecherchieren.

Zwischen WDR-Prägung und Böhmermann-Schule

Als ein Meilenstein in Worbs' Karriere gilt das Musical „Der Eierwurf von Halle“, in dem das Böhmermann-Team einen Vorfall aus dem Jahr 1991 musikalisch verarbeitete. Damals war der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) in Halle mit Eierwürfen empfangen beworfen. Worbs war Chefautorin der Musical-Folge.

Aus einem kleinen, echten Moment etwas Großes, Fiktives zu machen - das liebt sie. „Genau diese Schnittstellen, an denen Realität und Fiktion verschwimmen, interessieren mich in meiner Arbeit am meisten“, sagt sie. „Aus scheinbaren Belanglosigkeiten große Erzählungen zu entwickeln, macht mir total Spaß.“

Geboren wurde Worbs in Köln, aufgewachsen ist sie in Rösrath im Bergischen Land, studiert hat sie in Bonn (Lateinamerika- und Altamerikastudien, Humangeographie). „Fernsehmäßig wurde ich dadurch natürlich stark durch den WDR sozialisiert“, sagt sie.

Stilikone Susanne Daubner

Ob das Einfluss auf ihre „Hommage“ an das Live-Fernsehen haben wird? Mal sehen. Sie nennt verschiedene Vorbilder. „In der langen Tradition der Reporter vor Ort sehe ich mich persönlich ganz klar in der Nachfolge von Antonia Rados. Für die Parts im Studio hingegen ist Susanne Daubner für mich eine absolute Stilikone, an deren Souveränität ich mich orientiere“, sagt sie. Allerdings schaue sie auch gerne beim Nachrichtensender Phoenix rein. Sie hat festgestellt: „Da herrscht ein etwas strengerer Moderations-Look.“

© dpa-infocom, dpa:260409-930-921499/1

 
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